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Hirschkäfer-Brutpyramide


Hirschkäfer-Brutpyramide in der Fischbeker Heide


Hirschkäfer-Brutpyramide

Michael Rademacher und Jan Muntendorf von der SDW sowie die Leiterin des Naturschutzhauses Schafstall, Ludmila Wieczorek, betrachten die Entstehung der Hirschkäfer-Brutpyramide. Vorschulkinder der Schule Cranz haben fleißig beim Bau geholfen.


Gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und mit finanzieller Unterstützung der Fa. Klosterfrau (Aktion "Bronchicum hilft dem Wald") wurde am 29. Oktober im Naturschutzgebiet Fischbeker Heide (Hamburg) eine Totholzpyramide aus Eichenstämmen als Brutraum für Hirschkäferlarven gebaut. In der Nähe des Naturschutzhauses "Schafstall" entsteht damit eine Eiablagestelle für Hirschkäfer-Weibchen. Noch in den 1950er Jahren war der Hirschkäfer in der Fischbeker Heide zu Hause. Der Hauptgrund für den Rückgang war vor allem das Verschwinden von Eichentotholz aus unseren Wäldern. Im Zuge so genannter Aufräumaktionen wurden früher die lichten Eichenwälder von dem für die Entwicklung der Hirschkäferlarven unerlässlichen Totholz befreit. Schließlich leben die Larven des Hirschkäfers bis zu 7 Jahre im vermodernden Holz, um dann als fertige Käfer auszufliegen und sich zu paaren. Der Käfer selbst, der zwischen Mai und August schlüpft, lebt dagegen nur wenige Wochen. In dieser kurzen Zeit müssen die Männchen eine Partnerin finden und die Weibchen eine geeignete Eiablagestelle. Die Totholzpyramiden bilden hierfür beste Bedingungen. Je nach Holzart und Stand des Verfallsprozesses sind etwa 600 Großpilzarten und rund 1.350 Käferarten an der vollständigen Mineralisierung eines Holzkörpers beteiligt. Der Hirschkäfer ist eine nach EU-Recht besonders geschützte Art


Die Hirschkäferbrutpyramide soll die Wiederverbreitung des Käfers fördern und als Grundlage für eine dauerhafte Population in der Region dienen.


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