Wittmoor (Schleswig-Holstein / Hamburg)
Unsere Stiftungsflächen im Wittmoor, dem größten zusammenhängenden Stiftungsareal von über 80 ha, im Kern 1990 durch eine großherzige Spende erworben und nach und nach durch Zukäufe arrondiert, wurden durch ein Besucher-Informations-System (BIS) aus Hinweistafeln ergänzt.
A. Burgmayer von der Norderstedter Zeitung stellte dazu im Oktober 2008 fest (in Auszügen):
"Das Wittmoor – im Herbst gibt es kaum einen schöneren Flecken Erde in der näheren Umgebung Norderstedts.
Der Kontrast zwischen blauem Himmel, gelbbraunem Eichenlaub an den Bäumen und dem dunklen Wasser des Moores
könnte schöner nicht sein. Auf die Herbstspaziergänger im Moor über den Landesgrenzen von Schleswig-
Holstein und Hamburg wartet nun noch eine besondere Attraktion. Ein Dutzend Hinweisschilder klärt über die Fauna
und Flora des Naturschutzgebietes auf."
Die Schilder stehen in regelmäßigen Abständen entlang der Rundwege um das Moor. Sie zeigen neben übersichtlichen Karten mit allen Details des Moorgebietes die wichtigsten Pflanzenund Tierarten, die im Moor je nach Jahreszeit anzutreffen sind. Außerdem wird auf die Vergangenheit des heutigen Biotops als Torfabbaugebiet hingewiesen. Historische Aufnahmen aus den Archiven Norderstedter Torfbauern sind auf einer Hinweistafel nahe der KZ-Gedenkstätte zu sehen. Noch heute haben Norderstedter Bauern Torfabbaurechte und Grundstücke im Moor. Annemarie Burmester-Kolwe vom Naturschutzdienst Segeberg, die diesen Teil des Wittmoors als Jagdpächterin betreut: "Die Schilder bieten auch für den Kenner noch viele interessante Informationen." Henning Thiessen vom Landesamt für Umwelt und Naturschutz in Schleswig-Holstein beschreibt das pädagogische Konzept des Besucher-Informationssystems. "Es bringt nichts, den Leuten in einem Naturschutzgebiet immer nur Vorschriften zu machen: Tu dies nicht, tu das nicht, geh hier nicht zelten, mach kein Feuer – das weiß doch eh jeder. Wir setzen auf anschauliche Informationen für mündige Bürger."
Die 10.000 Euro für die Schilder kamen vom Schleswig-Holsteinischen Umweltministerium.
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© Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt
Wartung und Pflege HM * Letzte Änderung am 02.12.2008