Segelfliegen in der Fischbeker Heide
eine Ausstellung des Segelflug-Clubs Fischbek e.V.
Im Mai 2005 fand eine Ausstellung über das Segelfliegen in der Fichbecker Heide statt.
Der Segelflug-Club Fischbek e.V. feierte 2000 sein 50järiges bestehen.
Auf dieser Seite sehen Sie Ausschnitte aus der Ausstellung .
Die Anfänge
Segelflug und Naturschutz
Das Segelfluggelände liegt am südwestlichen Rand des Naturschutzgebietes "Fischbeker Heide". Für die Segelflieger
ist diese Naturoase schon seit den 20-er Jahren eine Selbstverständlichkeit. Das Miteinander von Natur und Fliegen war nichts
Besonderes und schon zu einer Zeit Realität, als die meisten Zeitgenossen mit Umwelt- und Naturschutz noch nichts zu hatten.
Heute sind die Zeiten anders. Das Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutz hat weite Teile unserer Gesellschaft erfasst, und
so bleibt es nicht aus, dass Sport- und Segelflugplätze von manchem Zeitgenossen argwöhnisch betrachtet werden, oft zu Unrecht!
Als Mitte der 50-er Jahre die Fischbeker Heide unter Naturschutz gestellt wurde, war die Heidelandschaft noch zu großen Teilen
erhalten. Erst im Laufe der Jahre haben sich vor allem Kiefern und Birken angesiedelt, die der Heide das nötige Licht zum
Wachsen nahmen, und somit Heidelandschaft zerstörten. Seit einigen Jahren wird kräftig gerodet, um der Heide wieder
Lebensraum zu verschaffen.
Auf dem Segelfluggelände war das anders. Die Segelflieger brauchen zum Starten und Landen freie Flächen ohne Baumbewuchs,
und so wurden die Sämlinge immer wieder
entkusselt. Entkusselungsaktionen finden nach Absprache mit dem Naturschutzwart zwei mal im Jahr statt, nicht nur auf dem
Fluggelände, sondern auch auf den umliegenden Flächen. Der Segelflug-Club Fischbek nutzt
das Gelände seit 1951, und wir möchten dies auch weiterhin im Einklang mit dem Naturschutz tun.
Das Segelfluggelände
Das Segelfluggelände hat etwa eine Ausdehnung von 1000 x 3000 m. Auf dem Luftfoto kann man erkennen, dass das
Gelände überwiegend mit Besenheide bewachsen ist.
Im nördlichen Bereich gibt es zwei Start- und Landebahnen,
die mit Gras bewachsen sind. Diese Bahnen werden von uns
nur zum Starten und landen benutzt Sie werden nicht mit Fahrzeugen befahren, um die Grasnarbe zu schonen.
Als dritten Weg gibt es auf der Südseite des Platzes die
"Schleppstrecke". Hierbei handelt es sich um eine Sandfläche,
auf der wir unseren Flugleitungswagen und die Seilwinde
bewegen. Außerdem befahren wir diese Fläche mit einem VW-
Käfer, der die Seile von der Winde zum Startplatz zurückbringt.
An der Ost- und an der Westseite der Schleppstrecke befinden
sich je nach Windrichtung die Abstellflächen für die Flugzeuge. Auch diese sind Sand- oder Grasflächen.
Am Nord-Westrand des Platzes wurde vor einigen Jahren eine sogenannte "Nullfläche" geschaffen. An dieser Fläche darf nichts
verändert werden. Hier kann man ablesen, wie sich die Vegetation verändert, wenn man die Heideflächen nicht durch
Pflegemaßnahmen schützt. Auf der Luftaufnahme von 1997 ist gut zu erkennen, dass diese Fläche sich noch nicht von der
übrigen Landschaft unterscheidet. Heute wachsen hier vor allem Birken und Kiefern.
Am Rande der Nullfläche wurde 1997 von Jugendlichen unseres Vereins ein Quartier für Eidechsen angelegt, und wie man sieht,
wurde es von seinen Bewohnern angenommen.
Fischbecker Segelflieger untewegs
Anschrift des Segelflug-Club Fischbek e.V. :
Segelflug-Club Fischbek e.V.
Scharlbargstieg 15
21149 Hamburg
© Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt
Wartung und Pflege HM * Letzte Änderung am 10.04.2006