Übersicht über Grundstücke der Stiftung
- 1 : Wildnarzissen im Oleftal
Das älteste Stiftungsprojekt feiert 2010 Jubiläum. Die ersten Flächenkäufe zur Rettung der Wildnarzissen im Oleftal bei Hollerath in den Eifel waren der Anstoß zu einer äußerst erfolgreichen Schutzaktion. Waren damals die Restbestände der Narzissen durch Fichtenaufforstungen hochgradig bedroht, hat sich inzwischen ein 5 km langes Band von Narzissenwiesen entwickelt, welches das ganze Tal im Oberlauf der Olef umschließt.
Möglich wurde dieser Erfolg durch eine einmalige Zusammenarbeit staatlicher belgischer und privater deutscher Forstleute, die Jahr um Jahr die nicht standortgerechten Fichtenforste gerodet haben.
Ohne die von Loki Schmidt und Prof. Dr. Wolfgang Schumacher angestoßene Aktion wäre dieses für Tausende von Wanderern und Naturliebhabern einmalige Erlebnis wohl kaum umgesetzt worden. Heute wird das Projekt von der damals noch nicht existierenden Nordrhein-Westfalen-Stiftung vorbildlich betreut.
- 2 : Botanischer Lehrpfad Königstein/Bayern
Pflegearbeiten auf dem Botanischen Lehrpfad Königstein/Bayern wurden in bewährter Weise vom dortigen Gartenbauverein eigenverantwortlich betrieben. Seitens der Stiftung wurden wiederum die entstandenen Auslagen erstattet. Gegenwärtig werden im Rahmen einer Diplom-Arbeit pflanzensoziologische Untersuchungen zur Vegetationszusammensetzung von Kalk-Trockenrasen durchgeführt, die sicher zu neuen Erkenntnissen über das äußerst artenreiche Inventar an Pflanzen führen werden. - 3 : Trollblumenwiesen Emmerzhausen
- 4 : Ohemoor Norderstedt u. Hamburg
Handtorfstiche und Birkenbruchwald.
- Stiftungsflächen bei Stillhorn Jakobsberg
Die Stiftungsflächen im Süden Hamburgs, in der Wilhemsburger Elbmarsch bei Stillhorn Jakobsberg, sind sozusagen Pate der Blume
des Jahres 2005. Da beschlossen wurde, zukünftig verstärkt typische Pflanzen der Stiftungsgrundstücken zu Blumen der Jahre zu
kühren, machen die nur durch unsere Bewässerungspumpen erhaltbaren Feuchtwiesen den Anfang. Wahrscheinlich steht hier einer
der dichtesten Bestände des Großen Klappentopfs in Deutschland erhalten durch extensive Mahd und Pferdebeweidung
Schon seit 1987 sind diese Flächen als Moorfrosch-Entwicklungsgebiet durch vielfältige Biotopgestaltungsmaßnahmen gepflegt worden, immer mit der Vision, dem in Hamburg selten gewordenen Weißstorch wieder Lebensgrundlagen zu geben. Unser Gebietsbetreuer und Silberpflanzenpreisträger Harald Köpke leistet hier Herausragendes. Um so größer war 2004 die Freude, als sich erstmals auf einem eigens vor Jahren aufgestellten Kunsthorst ein Weißstorchpaar erschien und erfolgreich zwei Jungtiere aufziehen konnte.
Aber auch als Rastflächen auf dem herbstlichen Wegzug der Weißstörche sind unsere Wilheimsburger Wiesen offensichtlich attraktiv, wie das nebenstehende Foto belegen kann
- 14, 18, 26 : Talraum der Recknitz
Im Talraum der Recknitz an der Grenze von Mecklenburg zu Vorpommern (nahe Ribnitz-Damgarten) konnten im Laufe der Jahre
mehrere Feucht- bzw. Oberschwemmungswiesen angekauft werden, die nicht nur seltene Pflanzenarten aufweisen wie Trollblume,
Schachbrettblume und Teufelsabbiß, sondern die auch herausragende Bedeutung als Nahrungsflächen für in unmittelbarer Nähe
brütende Schreiadler haben.
Daher ist hier die Offenhaltung durch herbstliche Mahd mit Abtransport des Mähgutes ein wichtiges Pflegeziel. Leider sind diese Vorhaben mit Kosten verbunden, für die wir unbedingt auf Spenden angewiesen sind, zumal die Zuwendungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern für unsere Maßnahmen stark geschrumpft sind und in absehbarer Zeit wohl nicht mehr verfügbar sein werden.
Mit großem Einsatz ist hier der Silberpflanzen-Preisträger Klaus Kergel aus Wismar tätig.
- 13 : Osterberg bei Kassau
Im Südosten Niedersachsens, am Osterberg bei Kassau, hat die Stiftung eines der letzten niedersächsischen Vorkommen der Küchenschelle, Blume des Jahres 1996, gesichert und hat dort mit Hilfe des verstorbenen Silberpflanzenpreisträgers Botanikers Heinz Walter Kallen Versuche zur Vermehrung durch Aussaat unternommen. Erste Erfolge zeigten sich schon im Herbst 2004, als durch die etwas ungewöhnliche Wetterlage im Sommer einige Küchenschellen zur Unzeit in Blüte standen.
Durch ein besonders geplantes Beweidungskonzept mit Schafen über Jahre soll hier ein neues ÖkoManagement erprobt werden.
© Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt
Wartung und Pflege HM / JM * Letzte Änderung am 03.02.2010